Geschützt: Für die Hochzeit

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Nochmal eine kleine Skitour

Hoch über dem Rheintal, auf kurvenreichem Sträßchen zu erreichen liegt das Skihaus Malbun. Der Parkplatz ist schon gut gefüllt an diesem sonnigen Mittwoch. Wir nehmen die weniger begangene Aufstiegsspur an der Schattenseite. Bis etwa 2000 Höhenmeter steigen wir auf, dann fahren wir ab bevor die Sonne den lockeren Pulverschnee zerstört. Eine ausführliche Brotzeit machen wir weiter unten.

Vielleicht ist damit meine Skitourensaison für diese Saison abgeschlossen. Es gibt noch einiges an unserem Schiff EOS zu erledigen bevor wir mit ihm zu unserer Nordlandreise aufbrechen.

Eine kleine Skitour

Zum Hochälpele ists nicht weit zu fahren. Der Berg selbst ist eher bei Abfahrern als „Schneeloch“ beliebt. Aber er bietet für uns ganz oben ein gemütliches kleines Wirtshaus. Da denken wir sofort an die Speckknödelsuppe. Die gibts hier schon „immer“.

Wir starten in Schwarzenberg, das Vorarlberger Dorf mit den schönen, alten Häusern. Noch liegt genügend Schnee, aber ganz unten nicht mehr lange. Ausnahmsweise arbeiten wir uns die Piste hoch. Es kommen uns nur wenige Skifahrer entgegen. Ziemlich steil stellenweise, aber die Steigfelle greifen gut. Weit reicht der Blick zu den Bregenzerwald- und den Allgäuer Bergen. In der Hütte neben dem Gipfel dann die Speckknödelsuppe und den gespritzten Most. Und wer kommt uns entgegen? Tourenfreund Dieter, diesmal ohne das grüngelbe Fatbike! Statt dessen mit Schneeschuhen.

Erstaunlich griffig ist der Schnee bei der Abfahrt im Tiefschnee. Weiter unten wechseln wir auf die Piste. Locker und fast kraftlos lässt sich der Schnee schieben. Schön sieht der Ort mit seiner Kirche in der Mitte von etwas oberhalb aus. Direkt im Zentrum gegenüber der Kirche schnallen wir unsere Ski ab.

Das Frühjahr grüßt mit starkem Wind

Auf dem Säntis weht Sturm, hier in Friedrichshafen lediglich „starker Wind“ also Bft 6 , in Böen aber „Sturm“. Katamaran und sogar die Fähre haben den Betrieb eingestellt. Die Frau mit dem Koffer steht unentschlossen vor der leeren Fähre.

EOS hält sich wacker am Steg, abgepolstert durch 5 Fender. Alles in Ordnung. Es bläst mich auf dem Molenturm ordentlich durch. Die Sicht auf den aufgewühlten See, die Stadt und die blutroten Abendwolken beeindrucken.

Im Laufe der Nacht wird der starke Wind abnehmen.

… und hier die Videos:

Starkwind vom Molenturm aus

Die Hafenmauer bremst die Wellen

EOS im Hafen bei starkem Wind

Segeln am letzten Wintertag des Jahres

Ein schöner Wind heute und angenehm warm an diesem letzten Februartag. Wir, die Resttruppe ehemaliger Tennis- und Kegelmeister versorgen uns mit Essen und Trinken und genießen den frühlingshaft warmen Tag auf dem See. Die Sturmwarnung blinkt, die Segel sind gerefft und der Automat steuert EOS über den fast leeren See. Vorher, noch bei ruhigem See haben wir die Weißwürsttl warm gemacht und dazu KARTOFFELSALAT gegessen. Den guten von Helga und Grünen Salat von Gerdi. Kartoffelsalat zu Weißwürstl? Das isst man nicht, heißt es. Wir haben das Gegenteil bewiesen. Es harmoniert! Es ist wohl eines dieser aus Bayern stammenden Vorurteile.

Es gibt noch ein Video dazu. Betrachten könnt Ihr`s mit mehreren Möglichkeiten: Sich vor den Bildschirm auf den Tisch legen, Den Bildschirm um 90Grad drehen oder den Hals um 90Grad seitlich knicken. Das Filmchen steht leider unveränderbar (?) senkrecht. Sorry.

 

Fröhliche Skiwoche

Reschen am gefrorenen Stausee, Kiter lassen sich von Schirmen hin und her ziehen. Wir nehmen Unterkunft im Schwarzen Adler und werden bestens versorgt.

Rojen der winzige Weiler im Hochtälchen über dem See ist Startpunkt unserer Touren. Ist auch Anfang der Lifte für die vielen Pistenfahrer. Aber die lassen wir – bis auf einmal – links liegen.

Der Innere Nocken: Die Spur wendet sich nach ein paar hundert Metern links den Hang hoch, schmiegt sich der Hangform an oder geht im Zick-Zack steilere Hänge hoch. Eine Pause auf 2400m Höhe, dann weiter und ziemlich steil bis zum Gipfelkreuz auf 2770m Höhe. Von hier oben besteht die Welt nur aus Zacken am Horizont. Weiß die Schneeflächen und Grau die Felspartien. Über uns nichts als blauer Himmel und die Sonne. Die Abfahrt fordert etwas. Steile und angenehm flachere Partien, lockerer Pulverschnee, windgepresste Flächen. Das ist das Schöne in unserer kleinen Gruppe: Wir suchen uns die besten Flächen selbst. Immer wieder warten wir aufeinander und suchen gemeinsam den weiteren Weg nach unten.

Den Grion wollen wir am nächsten Tag besteigen. Auf halber Höhe ändern wir das Ziel. Die Abfahrt ist doch arg verfahren. Die Lücke links davon auf 2730 m scheint nicht so beliebt und daher mit weniger Abfahrtsspuren durchsetzt zu sein. Das Schönste sind immer die letzten Meter, zum einen, weil die Anstrengung zu Ende ist und zum anderen, weil sich der Blick auf die gegenüberliegenden Berge öffnet. Gelegentlich fragen wir uns, wie besonders herausragende Berge heißen. Nichts leichter als das. Die Peakfinder-App auf dem Smartphone weiß das. Keine heißen Diskussionen und kein Rätseln anhand der Papierkarte mehr wie früher.

Wer auf den Zwölfer, 2780m hoch will muss, erst 300 Höhenmeter durch einen Wald und um viele Bäume herum aufsteigen. Unser Ziel am dritten Tag. Dann gehts auf freien, steilen Hängen mit vielen Bögen und Spitzkehren weiter. Die Abfahrt von oben lässt sich erstaunlich gut an, trotz hartem Schnee. Dann genießen wir, als wir ins schattige Gampertal fahren allerbesten, unverfahrenen Pulverschnee. Ein leichter Schwung folgt dem anderen. Nahezu kraftlos setzen wir die Schwünge. Immer wieder bleiben wir stehen um diese schöne Strecke zeitlich zu verlängern. Irgendwann gehts aber dann wieder durch den Wald in Kurven um die Bäume hinab zum Parkplatz. Kostet ziemlich Kraft.

Das Zwischenköpfle, eine Notlösung am vierten Tag. Wir nennen es die Faulenzer Tour weil wir eine Liftstrecke nutzen.Uns gehen die schattseitigen Tourenziele aus. Nach steilem Beginn schlängeln wir uns ohne viel Steigung durch ein wunderbares kurzes Hochtälchen, rechts der felsige Zehner und links verschiedene Köpfle und dazwischen ein tiefer Krater. Weil wir die GPS-Karte nicht genügend studieren, landen wir auf einem falschen, windigen Gipfelchen. Die Abfahrt wird dann nicht ganz einfach. Eine zu steile Fläche zwingt zum Umweg. Dann aber folgt guter, weicher Schnee fast bis zur Piste. Ich mag Skipisten nicht. Als Tourenfahrer fühle ich mich zu langsam und sehe nicht, ob von hinten Raser auf mich zuhalten. Eine gefährliche Sache.

Langtauferer Tal, irgendwo in die Höhe. Es ist egal, einen Gipfel erreichen wir eh nicht. 1000 Höhenmeter steigen ist das Äußerste für uns Oldies. Außerdem weht ein bissiger Nordwind und die Gipfel hüllen sich in Wolken. Über dem Waldsaum erreichen wir wieder freies Gelände mit Hochgebirgscharakter. Der Wind schickt scharfe Böen und treibt Schnee vor sich her. Oben rasen die Wolken und auf der Oberfläche wandern Sonnenlöcher und Schattenfelder über die Schneeflächen. Wunderbar, dort oben bei dieser Stimmung zu laufen. Irgendwann zwischen den sanften Hügelkuppen lösen wir die Steigfelle von den Skiern und fahren ab. Diesmal auf verpresstem Schnee und wieder um die Bäume im Waldsaum. Unten die schöne Melager Alm, jetzt auch ein Wirtshaus. Reichlich und gut die Speckknödelsuppe. Die Wirtin weist – das ist mir noch nie passiert –  auf das Maggi am Tisch zum Nachwürzen hin. vollkommen unnötig, wie sich beim ersten Löffel herausstellt. Noch einen sanften Abhang fahren, einen kurzen Aufstieg gehen und wir können unsere Füße von den schweren Skischuhen befreien.

Eigentlich verlaufen die Abende immer gleich. Nach Ankunft ein Dunkles (für mich), dann etwas Nixtun bis zum Abendessen. Der immer gleiche Salat vom Buffet, das Süppchen, die Vorspeise auf dem Grund des riesigen Tellers, das Hauptgericht und Süßes danach. Man wird gut satt und es schmeckt. Alsdann diskutieren wir, wir die Tour des folgenden Tages, ziemlich hitzig aber fröhlich. Auch philosophische, theologische und politische Fragen versuchen wir zu klären. Es muss auch für die andern Stubengäste erbaulich sein. Sie lachen mit uns und einer meint vor der Abreise, sie würden unsere Gespräche vermissen.

Und jetzt noch zwei Videoclips:

 

Nachträglich füge ich noch eine Kleinigkeit an:

Der „Schwarze Adler“: Eine schöne Unterkunft, sehr alt, ganz früher ein Hospiz, vielfach umgebaut und erweitert. Abends werden der Reihe nach die Speisegänge aufgetischt. Immer eine angenehme Überraschung.

Der Blick in unserem Zimmer geht über den zugefrorenen See bis zum fernen Cevedale und der Zufallspitze am Horizont. Weit nach Mitternacht erscheint der Jupiter und mitten in der Dämmerung die Venus. Es wird also auch nachts nicht langweilig.

Am Abreisetag noch ein kurzer Besuch im kleinen Weiler Rojen auf 2000 m Höhe. Ganz eng schmiegen sich die Höfe aneinander. Kein Platz für Autos. Zu oberst das Nikolauskirchlein. Es strahlt Würde aus. Nicht die Macht großer Dome, vielmehr die Tiefe Gläubigkeit früherer Generationen. Die hölzerne Türe vom Alter geschrumpft und geschwärzt. Der riesige Schlüssel dreht sich leicht mit angenehmem „Klack“ im Schloss. Im Inneren alte Fresken über das Leben Jesu. Die wenigen Bänke zimmermannsmäßig verzinkt.

Im Gasthof Bergkristall, draußen auf der Terrasse unterhalten wir uns mit Christian, dem Wirt und genießen den Blick auf die Berge gegenüber. Ein schöner Abschluss dieser Reise.