Geburtstag! Wandern und Essen

Unsere Wanderstrecke

Lieber Werner, danke für diese außergewöhnliche Einladung! Deine Wanderung über „7 Hügel“ hat uns hungrig auf Ente gemacht!

Sammeltaxi nach Schleinsee! Alle Skisenioren kommen pünktlich im kleinen Weiler an und gehen sofort in die Marienkapelle. Unser emeritierter Richter hält die Predigt. Wir starten hier unsere Wanderung bei trübem, nebeligem Wetter. Kälte hat die Wiesen hart gefroren. Kreuz und quer laufen wir in dieser schönen stillen Gegend hügelauf, hügelab. Das Tageslicht wird schwächer, die sonst schon neblig schwachen Farben wandeln sich in Schwarz-Grau. Schön, in dieser stillen kalten Winterlandschaft langsam zu gehen. Es gibt keinen Grund schneller zu laufen, erst um 18 Uhr öffnet die Traube in Wielandsweiler. Stockdunkel ist es, als wir ins Warme kommen. Suser, Obstler, eine humorige Rede über vergangene große Taten und einen absonderlichen einflussreichen Tourenfreund Werners. Unser reicher Erfahrungsschatz lässt keine Redelücke aufkommen. Dann steht unser Geburtstagsgeschenk, eine Holzkiste mit allerlei Gutem, das man gegen Hunger und Durst braucht, auf dem Tisch. Wirklich schade, dass unser siebter Tourenfreund fehlen muss. Die Gastronomie lässt nur Geimpfte zu. Dann die Ente mit Knödeln, knusprigen Kroketten und Blaukraut. Was kann es Besseres geben in diesem alten, gemütlichen Wirtshaus? Unser fröhlicher Abend setzt sich mit einigen Wanderliedern fort. Werner hat für Noten- und Textblätter gesorgt. Besondere Sangeskünstler sind wir allerdings nicht. Um 22 Uhr wartet das Sammeltaxi zur Helmfahrt. Ein schöner Abend! Werner, nochmals DANKE.

Drei Hügel und der Landschaftswandel

Hügel neben Hügel, Nur hundert Meter höher als der nahe Bodensee. Dachsberg, dann den Haldenäcker und noch das Hangenfeld. Schöne Sicht von jedem der Hügel auf die verschneiten Berge. Die Brotzeit auf der herausgefallenen Türe eines zerfallenden Stadels ist wieder ein Genuss. Die Wiesen sind hart gefroren, aber Sonne und Windstille mildern die Kälte. Die meiste Zeit laufen wir über diese hartgefrorene Wiesen ohne Wege. Immer wieder kommen wir an alten Stadeln vorbei. Die Zeiten haben sich geändert. Heu wird in unseren Zeiten zu Ballen gepresst und nicht mehr in diesen Stadeln gelagert. Die Wände sind morsch, Dachplatten fehlen, Mancher Stadel neigt sich zur Seite. In ein paar Jahren wird er in sich zusammenfallen. Die Streuobstbäume werden nicht mehr gepflegt. Flechten überziehen die Äste, es wuchern Efeu und Misteln. Auf die Früchte legt niemand mehr wert. Sie faulen auf dem eisigen Boden. Daneben stehen gezüchtete Obstbäumchen wie die Soldaten in geraden Reihen. Sie werden jetzt dann beschnitten gepflegt. Nichts bleibt wie es ist, alles ändert sich.

Wieder einmal über sieben Hügel

Der Rheintalgletscher der letzten Eiszeit hat -gottseidank – als er „gestorben“ ist, das Geröll aus den Bergen hier in Oberschwaben zur Seite geschoben und uns als Erbe hinterlassen. Daraus wurden die netten, sanften Hügel über die wir auch heute unterwegs sind; mal über freies Gelände, dann wieder durch schattige Wälder. Immer wieder vorbei an einsamen ehemaligen Hofstellen, jetzt meist schicke Häuser mit Spielgeräten vor der Tür.

Ich vergleiche unsere kleinen Örtchen mit denen an der Ostsee. Freunde reisen mit ihrem Motorschiff „Troll“ den Sommer über in Dänemark und schildern die netten, heimeligen Orte und Häuser dort mit viel Liebe. Warum sind die Orte bei uns nüchterner, moderner, nicht so heimelig? Sind wir umtriebiger und gönnen uns öfters einen Umbau? Oder halten die Behörden an der Küste mehr am Althergebrachten fest? Aber die Landschaft, die kann locker mit der an der Küste mithalten, zumal bei uns die hohen Berge einen wunderbaren Hintergrund abgeben.

An einer Haltestelle (der Bus kommt zweimal am Tag) liegt in einer Metallschachtel ein Heftchen und jeder der vorbeikommt möge ein Gedichtchen eintragen. Eines:

Als ich aus dem Wald kroch,

Freute ich mich übers Katzenloch.

(Katzenloch heißt der Weiler an der Haltestelle)

Wir begegnen nur wenigen Wanderern, die halten sich mehr in Bodenseenähe auf. Ist gut so! Unsere Wanderung startet bei Nubers Café und endet auch dort bei Nubers Café und IdeenReich. Ein netter Ort, die Tische stehen am Hang im Freien in so einer Art Separee, alle mit einem Namen versehen. Man sitzt z.B. nicht an Tisch Nummer 5, sondern im Separee Afrika. Uberall steht alter Krempel rum, den man auch kaufen kann.

Eine nette, abwechnungsreiche Wanderung, 9 Km lang.

Links und rechts vom Eggenbach

Heute scheint die Sonne und es weht ein kalter, bissiger Nordwind. Kleine Weiler liegen am Weg, Siggenhaus mit der Biogasanlage, Hochburg, da steht ein Haus mit von Bäumen zugewachsenen Fenstern, Maierhof mit den Hühnern, Luppmanns, der hochmoderne Pferdehof mit den automatischen Pferdetüren, Lerchensang (ein schöner Name), Ettenlehen, mit dem Taubenhaus. Das GPS weist uns einen Weg, aber über den Eggenbach führt statt einer Brücke eine Furth, die für unsere Schuhe zu tief ist. Als Ersatz bietet sich hier eine kleine sonnige und windarme Lichtung zur Brotzeit. Der Bach rauscht und die Vögel zwitschern. Die ersten Frühlingsblüten haben sich geöffnet und an Busch und Baum sprießen die Knospen.

Die Gletscher haben sich vor 10.000 Jahren aufgelöst und es blieben diese sanften Hügel zurück. Es gibt nichts Mächtiges und Gewaltiges in dieser Landschaft, aber Großartiges in kleinerem Format. So recht für eine gemütliche nahe Wanderung.

Auf Schneeschuhen durchs Schmuddelwetter

Winterlich, heute am Sonntag. Etwas windig, kalt und es schneit. Wir fahren die Deutsche Alpenstrasse entlang, diesen schönen Autoweg mit den angenehm geschwungenen Kurven und der guten Sicht ins Gebirge. Mit dem Auto fahre ich nicht gerne, aber wenn schon, dann am liebsten diese Straße. Bevor die Straße sich nach Oberstaufen hochschwingt, fällt sie ab und mündet in eine elegante weite Kurve. Genau an dieser Kurve zweigt für 100 m die schmale alte Straße ab und wird als Parkplatz genutzt bevor sie wieder in die Bundesstraße mündet. Die „Schöne Kurve“ nenne ich diesen Abschnitt.

Wir legen die Schneeschuhe an und stapfen los. Viel Schnee und ein harter Untergrund machen das Gehen angenehm. Wir sind nicht auf Wege angewiesen, sondern nehmen den direkten Weg über die schneebedeckten Felder. Die meisten Zäune sind niedergelegt und so sind wir nicht auf Wege angewiesen. Da und dort ein Bauernhof. Still ist es hier, kein Auto, kein Vogel und an einem Wintersonntag auch keine Motorsäge. Auf der gesamten Strecke begegnen wir keinem Menschen. Nur ganz selten benutzen wir die Schneeschuhtritte eines Vorgängers. So arbeiten wir uns 200 Höhenmeter den Hang hoch und auf der anderen Seite wieder hinunter. Nach 3 Stunden zieht die Kälte durch die Handschuhe. Weiter unten, im Weiler Vorderreute sehe ich eine kleine Kapelle. Ob sie geöffnet ist? Ja sie ist. Wir nehmen Platz und Gerdi singt „Erde singe…“ aus dem Gesangbuch. Dann packen wir an diesem ungewöhnlichen Ort die Brotzeit aus. Bevor wir weiter absteigen lassen wir noch einen Obulus in den Opferstock fallen.

Wir steigen nochmals ein Stück bis zum Auto ab und suchen uns dabei eine möglichst wenig steile Strecke, denn steil abwärts geht sich’s mit Schneeschuhen schlecht.

Hier noch ein Filmle:

… und zum Schluß noch das Relive:

Wandern in schwarz-weißer Landschaft

Keine Sonne. Wenn dann die Gegend auch noch schneeüberzogen und ohne Grün daliegt, dann macht es Sinn auch die Fotos in schwarz-weiß zu gestalten. Unser Führerfreund aus Schlier zeigt uns die hügelige Gegend um seine Heimat. Mal laufen wir über freies Land, dann wieder durch Tannenwald. Ein netter, etwas steiler, interessanter Aufstieg zur aufgelassenen Kiesgrube fordert sogar ein wenig. Wäre die Sicht besser, sähe man vom steilen Rand der Grube auf der einen Seite den Bodensee und etwas weiter links die Berge. So endet der Blick bei der mächtigen Waldburg.

Wir hatten eine Skitour geplant, aber man riet uns dringend ab, um den Virus nicht in andere Gegenden zu tragen. So geben wir dem Virus auf unserer einsamen Tour keine Möglichkeit irgendwo überzuspringen.

Auf einer vorgeschobenen kleinen Ebene hoch über Frankenberg mit einer wunderbaren Sicht über das weite Hügelland steht ein nettes Hüttle. Der Platz lädt zu einer kalten, kurzen Brotzeit ein. Die Sonne fehlt eben. So über den Schnee durch die weiße Landschaft zu streifen tut der Seele gut, auch ohne der wärmenden Sonnenstrahlen.

Weil die Landschaft keine bunten Farben bietet verzichte ich auch auf den Bildern auf Farbe.

PS.: Das Video könnte besser sein. An das neue Bearbeitungsprogramm muss ich mich aber erst gewöhnen.

Radtour zur Argen

 

Die Argen: Es zieht uns immer wieder da hin. Nicht zu den letzten Kilometern bevor sie in den Bodensee mündet, sondern weiter oben, wo nur schmale Pfade das Wasser begleiten und wenige Menschen laufen. Jetzt führt der Fluss wenig Wasser. Nach Regenfällen lassen wir uns gerne mit unserem Beiboot den Fluss hinabtreiben. Das ist am schönsten. Ein wenig Wildwasser.

Heute fahren Karl und ich die 20 Kilometer bis vor den Zusammenfluss der beiden Argenarne mit dem Fahrrad und sichern die Räder dann an einem Baum. Auf dem Weg Argen aufwärts begleitet uns ständig das rauschen des Wassers und der Gesang der Vögel. Sehr angenehm, auf den schmalen wurzeligen, schattigen Pfaden zu gehen. Irgendwo auf einer Kiesbank packen wir die Brotzeit aus. Die Sonne blitzt in den kleinen Wellen. Man möchte gar nicht mehr weiter gehen. Die Argen beschreibt hier einen riesigen Bogen und auf etwas verschlungenen Wegen über den Pflegelberg, es ist eigentlich nur ein Hügel, kommen wir wieder zu unseren Fahrrädern.

Wo sind die Chancen für einen Wirtsgarten am größten? Südlich der Argen bei den kleinen Seen. Mühsam schieben wir unsere Räder die steilen geschotterten Kieswege auf die Höhen. Aber wo es kräftig hoch geht, gehts auch wieder hinunter. Angenehm kühlt der Fahrtwind wenn wir die schmalen Sträßchen abwärts sausen. Die Wirtsgartensuche ist vollkommen erfolglos. Montag, Coronaeinschränkung, nur Abendöffnung. Also keine Einkehr. Im Tettnanger Wald verabschieden wir uns. Einiges über 50 gefahrene und gelaufene Kilometer zeigt die Handykarte an.

Am Brotzeitplatz (Copy)An der Argen (Copy)Hier fließen die Argen zusammen (Copy)Seilsicherung wie auf den Bergen (Copy)