Schluss mit Ski (?)

50 Höhenmeter müssen wir unsere Ski hochtragen, dann geht’s ziemlich steil nach oben. Es schneit, dann scheint wieder die Sonne. Schnee liegt weiter oben noch auf den Bäumen, mit Reif sogar, wie im Winter und das mitten im April. Kein Mensch hier oben am Gipfel. Auch wir fahren gleich etwas tiefer. Der Wind bläst unangenehm kalt. Die Brotzeit folgt dann im Windschatten der Bäume mit Aussicht auf Wolken und Berge.

Unten am Auto gibt’s dann noch eine Flasche guten Weißen. Wirtshausersatz zu Corona-Zeiten.

Allerdings hat sich ein ziemlich dreister alter Herr beim Aufstieg dazugesellt und sehr bedauert, dass er seine Brotzeit vergessen habe. Man gab ihm dann bei der Rast einen Kraftriegel, einen halben guten Landjäger und einen halben saftigen Apfel. Tolldreist wurde er am Auto: Er wich nicht von unserer Seite und schluckte kräftig mit. Sachen erlebt man….

Es wird wohl unsere letzte Skitour in dieser Corona belasteten Wintersaison gewesen sein. Die hohen Berge der Schweiz und Österreich waren nicht zugänglich. Es blieben die näheren bayerischen Berge übrig. Trotz allem, wir haben ganz schön viele Touren unternommen und uns höchst selten über schwieriges Gelände oder arg schlechten Schnee geärgert. Die Touren waren immer angenehm und fröhlich. Ich danke meinen Begleitern!

Gerhard

Von einem übererreichten Ziel, Funklöchern und Wechselschnee

Letzte Möglichkeit für unseren Oberschwaben die Falkenhütte zu erreichen: Mehrere Anläufe in dieser Skisaison sind gescheitert. Eine Spur in tiefem Neuschnee führt uns auf den Imbergsattel und nach kurzer Abfahrt in sehr weitem Bogen zur Hörmoosalm und von dort zur Falkenhütte. Unser Oberschwabe hätte jetzt sein Saisonziel erreicht, aber es drängt ihn, vom 200m höheren Einegundskopf die Berge zu sehen. Gut so. Die Berge von dort oben sind grandios. Lockerer Pulverschnee lässt bei der Abfahrt schöne Schwünge zu

Am Waldrand unten ist Schluss mit Schwingen. Eine einsame Spur und das GPS weisen uns den Weg aus dem Talkessel. Der Nachmittag ist weit fortgeschritten, aber eine Nachricht an zu Hause über unsere wohl sehr späte Heimkehr scheitert am Funkloch. Wir steigen wieder hoch zum Imbergsattel. Niemand ist mehr dort oben unterwegs. Ein wunderbarer milder Spätnachmittag begleitet uns. Die Abfahrt wird dann doch noch zur Herausforderung weil die Kälte des Abends den Schnee gefrieren lässt. Die Strecke wird eisig und für Schwünge im verharschten Tiefschnee fehlt uns mittlerweile die Kraft. So murksen wir uns die letzten Höhenmeter ins Tal. Jetzt gelingt auch eine Nachricht an zu Hause. Technik oder besser der Umgang mit der Technik hat also auch seine Tücken. Lösung: Handy auf Flugmodus oder Powerbank mitnehmen.

Der Berg in der zweiten Reihe

1627 m hoch ist der Tennenmooskopf und er steht nicht markant da, sondern duckt sich mit seinem breiten Rücken hinter Sipplingerkopf und Rindalphorn. Aber die Aussicht auf die sanften kleineren Zacken und Kuppen in der Runde ist wunderbar. Wir dürfen in einem schönen Land leben!

Wieder einmal steigen wir gemächlich die Almstraße zur Rappengschwendalpe, unserem Rastplatz hoch. Dann wenden wir uns nach rechts in ein Tälchen mit knorrigen Bäumen, das schönste Stück des Aufstiegs. Kurz sind wir unklar wegen der Richtung. Aber das GPS informiert uns. Immer steiler wird der Hang. Schließlich mühen wir und in einigen Spitzkehren zum Gipfel. Wir sind die einzigen hier oben und blicken in das weite Rund der weißen Berge. Eine fröhliche Gipfelrast, etwas Rotwein und eine gute Brotzeit.

Die Abfahrt strengt dann doch noch an. Man sieht’s im Filmchen. Der verspurte Schnee hat durch die Hitze gelitten und lässt für unsere Fähigkeiten keine schönen Kurven zu. Auf dem Almweg können wir dann wieder locker schwingen. Unten am Parkplatz gibt’s dann noch eine kleine Bierrunde. Es könnte sein, dass es die letzte Skitour in diesem Winter war. Der Schnee zieht sich in die Höhen zurück und die höheren Berge in Österreich und der Schweiz sind uns derzeit verschlossen.

Der Zwillingsberg

Bleicherhorn und Höllritzereck sind mit 1669 m genau gleich hoch und nur durch einen Sattel getrennt, nicht hoch aber schön.

Immer gleichmäßig zieht sich die schneebedeckte Almstraße hoch. Dann stehen wir am letzten Aufschwung vor den Gipfeln. Ein paar Spitzkehren und wir stehen zwischen den beiden Gipfeln. Ich spurte noch den kurzen Weg rüber zum Höllritzereck und dann wieder hinüber zu den anderen auf dem Bleicherhorn. Mittlerweile haben sich Wolken vor die Sonne geschoben und ein etwas bissiger Wind weht. Da machen wir lieber weiter unten Brotzeit.

Im Pulverschnee lässt sich’s gut schwingen. Weiter unten wird der Schnee etwas weicher, aber auch noch angenehm. Wir suchen unseren Weg zwischen den Hügelchen und Bäumen im lockeren Schnee. Das letzte Stück schwingen wir leicht auf der aufgefirnten Almstraße abwärts. Diesen guten Schnee haben wir nicht erwartet.

Wirtschaften sind ja geschlossen. HaJü überrascht uns mit einer Flasche Wein und vier Zinnbechern. Sehr gut und ein angenehmer Abschluss der fröhlichen und angenehmen Tour.

Für das folgende Video habe ich noch nicht das passende Medium gefunden. Die Qualität könnte besser sein und das Wasserzeichen ist noch drinnen. Sorry.

Sonne, eiskalt

Einer dieser schönen, seltenen eiskalten Tage: -12 Grad am Start bei der „Sonnenklause“ etwas überhalb Hinang im Allgäu. Die Luft hier ist trocken, das macht die Kälte fast angenehm. Ich laufe ohne Anorak und weiter oben komme ich sogar leicht ins Schwitzen. Eine Kehre folgt auf die Andere. Hätten wir eine andere Aufstiegsvariante gewählt, wäre uns eine kleine sehr steile Waldquerung erspart geblieben. Die Ski im lockeren steilen Schneegelände abzuschnallen und zu Fuß auch nur ein kurzes Stück hochzutragen, ist anstrengend. Dann gehts wieder normal weiter. Unser Blick schweift übers breite Illertal mit den vielen Orten und weiter auf die bayerischen Berge und die im Bregenzerwald. Immer wieder bleibe ich stehen um diese schönen Blicke einzufangen. Am Grat sehen wir dann hinüber auf die andere Seite zu Rotspitze und Großem Daumen. Nach der Brotzeit schwingen wir in lockerem Schnee abwärts. Oben liegt der Schnee noch tief, weiter unten hat der Fön vergangener Tage die weiße Auflage schmelzen lassen, aber noch genügt sie für vorsichtige Schwünge.

Nochmal eine kleine Skitour

Hoch über dem Rheintal, auf kurvenreichem Sträßchen zu erreichen liegt das Skihaus Malbun. Der Parkplatz ist schon gut gefüllt an diesem sonnigen Mittwoch. Wir nehmen die weniger begangene Aufstiegsspur an der Schattenseite. Bis etwa 2000 Höhenmeter steigen wir auf, dann fahren wir ab bevor die Sonne den lockeren Pulverschnee zerstört. Eine ausführliche Brotzeit machen wir weiter unten.

Vielleicht ist damit meine Skitourensaison für diese Saison abgeschlossen. Es gibt noch einiges an unserem Schiff EOS zu erledigen bevor wir mit ihm zu unserer Nordlandreise aufbrechen.

Gezackter Horizont

Damüls, der schreckliche Skiort, nur aus der Ferne schön. Bevor man in den Riesenparkplatz des Skiresorts einbiegt, parken Tourenfreunde besser auf dem kleinen Parkplatz und wenden sich dem Aufstieg auf den Klipperen zu.

Eine Kehre nach der anderen im lockeren, gut vorgespurten Pulverschnee bis zur tief verschneiten Mitterlargenalpe. Der Älpler hat freundlicherweise eine Wirtshausbank an der Sonnenseite draußen stehen lassen. Die lädt zur Pause ein. Dann gehts noch einmal ordentlich hoch bis zum Gipfel. Von hier oben wirken die Masten und Liftsessel von Damüls schön winzig klein. Gebirge ist schon eigenartig schön. Nur Zacken ringsum am Horizont, außer nach Norden. Dort verbirgt eine Nebelwand den Bodensee, darüber aber leuchten die weißen Gipfelchen des Schwarzwaldes. Über allem keine einzige Wolke

Nach der Brotzeit und ein paar Schlückchen Rotwein erwartet uns lockerer Pulverschnee zur Abfahrt. Über der Waldgrenze wunderbar, darunter schon ziemlich verfahren.

 

 

Hüenerchopf, nicht ganz oben

Letzter schöner Tag heute. Sonne,aber amHorizont ziehen Wolken auf. In Vermol, dem kleine Weiler auf 1100m Höhe starten wir. Wenig Schnee, gerade noch fahrbar. Langsam, altersentsprechend gehts aufwärts. Die jüngeren Leute überholen uns. Macht nix, wir haben Zeit. Aber doch nicht zu viel. Um 14 Uhr sollten wir umkehren, Abfahrt und Heimfahrt dauern. So bleibt der Gipfel unbestiegen über uns.

Hier noch ein kleines Video vom Aufstieg

Adventsschnee

Minus 13 Grad unten in Damüls. Die Schneekanonen sprühen weißen Schneenebel um die Skisaison lange zu sichern. Nur jetzt noch können Skitourenfreunde die Gegend genießen. Wenn dann der Lift unter die Sünserspitze rattert, wird der schöne stille Aufstieg zum Abfahrtszirkus. Tourenfreunde sollten dann für den Rest des Winters Damüls meiden.

Keine Wolke am Himmel. Die Sonne wärmt langsam die eiskalten Finger. Je höher wir steigen umso weiter öffnet sich der Blick in die gezackte Bergrunde am Horizont. Wir sind die einzigen in Richtung Sünserspitze. Weiter oben bläst dann ein eisiger Wind und von den entfernten Gipfeln wehen lange Schneefahnen. Der Brotzeitplatz in einer Mulde bietet Windstille und der Rucksack Tee, Brot und ein kleines Fläschchen Rotwein.

Für die Abfahrt liegt gerade ausreichend Schnee. Der ist von allerbester Pulverschnee-Sorte. Ein Advents-Schnee-Geschenk vom Himmel. Ohne Kraftanstrengung gehts zu Tal. Wir suchen uns die besten unverspurten Hänge. Ganz unten empfangen uns wieder die Schnee-Nebellanzen und der Liftbetrieb an seinem ersten Tag in dieser neuen Saison. Auch für uns war das die erste Tour.