Ohne Eile auf dem See

Am Anker vor dem Bojenfeld bei Airbus: Immer schön und nichts besonderes. Auf der Überfahrt nach Arbon guter Wind. In Arbon am Anker in der schönen Bucht: Regenschauer mit Sonne. Optimal für einen farbenfrohen Regenbogen. Vor Sonnenuntergang zeigen sich die wunderbar klaren Farben kontrastreichen Farben.

Den Alten Rhein einen guten Kilometer hoch: Langsam, nicht nur wegen der Enge des Fahrwassers, sondern auch wegen der Urwaldlandschaft. Zweige hängen übers Wasser. Die Wurzeln erinnern an Bilder von Mangroven mit ihren Verästelungen, die ins Wasser tauchen. Enten knabbern an den Wasserpflanzen und Reiher beobachten regungslos stehend die Wasseroberfläche. Langsam breiten sie die Flügel aus, stoßen sich leicht ab und gleiten ein paar Meter weiter. Den kleinen Wetterwinkel-Hafen erreichen wir jetzt noch mit 50 cm Wasser unterm Kiel. Wenn im Winter der Pegel weiter sinkt, ist er für uns unerreichbar.

In Bregenz treffen wir Joachim. Nur ein paar Minuten sinds von ihm bis hierher aufs Schiff. Wir essen und unterhalten uns während die Sonne untergeht. Mächtiger Föhn wird morgen den See angreifen. Jetzt schon werden die Berge von schweren Böen in Sturmstärke umweht wie Meteo Swiss im Internet anzeigt. Unten bei uns weht nur ein außergewöhnlich warmes Lüftchen. Weil man nie weiß, wann der Föhn zu uns „durchbricht“, starte ich um 7 Uhr, während Gerdi noch schläft. Ich reffe die Genua etwas und schalte den Steuerautomat ein. Ein wunderbares Segeln. Ich könnte viel mehr Segel setzen, aber dann könnte ich diese besondere Morgenstimmung mit dem Windchen, der mich warm umweht, nicht genießen. Erst am nächsten Tag wirft der starke Wind einige Schiffe aufs Land und hindert die Ausflugsschiffe am Anlanden.

Ein Kommentar zu „Ohne Eile auf dem See

  1. Mein Schatz hat geradezu episch seine Emotionen beschrieben. Aber zum Ablegen an der Mooring früh im Bregenzer Hafen bin ich schon raus ins Cockpit. Mein Föhn-Kopfweh lockte mich zurück in die Bugkoje für 1 Stunde Dösen…. Wir hatten ein wunderschönes Frühstück auf See…- mit Rührei. Der Herd spinnt und schafft nur noch 1/2 Gasflamme, Segeln am Morgen bei klarer Herbstsicht-extrem warm- aber wie soo oft schon mit diesem Zauber bei sanftem Wellenschlagen- aber jedes Mal anders. Wenige Schiffe eilen in die Häfen… Ab 14 Uhr stürmte es enorm. Die Zeitung schrieb von zwei Meter hohen Wellen.

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